Vortrag von Professor Friedhelm Boll, Borromaeum, Aula, Eintritt frei, am 04.07.2018 von 18 bis 19.30 Uhr

Die katholische Friedensbewegung entstand 1944 in Südfrankreich und erreichte 1946 Deutschland. Scharnier bildeten ehemalige Jugendbewegte aus verschiedenen Jugendbünden u.a. dem Quickborn. Es handelte sich um Personen, die meist aktive Nazi-Gegner waren und eine Erneuerung Deutschlands aus dem Glauben und aufgrund ihrer demokratischen Überzeugungen anstrebten. Der Vortrag stellt zentrale Gruppen und Akteure der Friedensbewegung vor. Neben Pax Christi liegt ein besonderer Fokus auf dem Publizisten Walter Dirks. Dirks erhielt 1966 als erster Laie die Ehrendoktorwürde der katholischen Fakultät Münster. Besonders mit Blick auf die Aussöhnung mit Polen ist sein Wirken wenig bekannt. Auch Professoren der Münsteraner Universität haben sich aktiv an der Verbreitung des Friedensgedankens beteiligt. So waren z.B. die Theologieprofessoren Johannes B. Metz, Karl Rahner und Joseph Ratzinger wie die Professoren Peter Furth (Geschichtsdidaktik) und Walter Rest (Pädagogik) aktive Unterstützer der Aussöhnung mit Polen. Nicht vergessen wird der Vatikan, der sowohl bei der Gründung von Pax Christi wie auch in der Unterstützung der Aussöhnung mit Polen eine aktive Rolle spielte.